
Nach all dem intensiven Hören komme ich recht schnell zum Punkt: Hätte nicht schon ein anderer HiFi-Hersteller den Slogan „Simply Better“ aufgegriffen, wäre er perfekt für die EQs. Immer wieder habe ich sie unter dem Pathos herausgenommen und nach einer Weile wieder eingebaut. Jedes Mal klang die Musik mit den EQs besser als ohne.
„Gut“, höre ich Sie sagen, „aber können Sie uns ein paar Beispiele nennen?“ Ich dachte schon, Sie würden nie danach fragen. Zu Beginn des Titeltracks von Leonard Cohens „You Want It Darker“ erklingt ein einfacher Schlagzeugrhythmus, der von einer Bassgitarre überlagert ist. Mit aktivierten EQs war an der Vorderkante des Schlagzeugrhythmus ein perkussives Pochen zu hören, das ohne EQs abgeschwächt wurde. Außerdem konnte sich der Schlagzeugrhythmus mit EQs hinter dem Bass behaupten. Ohne EQs schien er im Schatten der Bassgitarre zu verschwinden. Dies ist natürlich nur ein kleines Detail aus einem Song mit einem Männerchor und Cohens kraftvollem, tiefem, nah mikrofoniertem Gesang. Insgesamt war die Trennung zwischen den Instrumenten (Schlagzeug und Bass), dem Chor und Cohens Gesang (der ganz offensichtlich in einem anderen akustischen Raum aufgenommen wurde) deutlicher, und das Ganze klang einfach besser.“
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